Das zweite Modell des Steuerabkommens wird offiziell als Doppelbesteuerungsabkommen der Vereinten Nationen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern bezeichnet. Die UNO ist eine internationale Organisation, die sich für eine verstärkte politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedsländern einstellt. Ein Vertrag, der dem UN-Modell folgt, gibt dem ausländischen Investitionsland günstige Besteuerungsrechte. Typischerweise kommt dieses günstige Besteuerungssystem Entwicklungsländern zugute, die ausländische Investitionen erhalten. Das Ursprungsland erhält im Vergleich zum OECD-Musterübereinkommen mehr Besteuerungsrechte über das Unternehmenseinkommen von Gebietsfremden. Das Musterübereinkommen der Vereinten Nationen stützt sich stark auf das OECD-Musterübereinkommen. Das Abkommen ist aus der Arbeit der OECD entstanden, schädliche Steuerpraktiken anzugehen. Der Mangel an wirksamem Informationsaustausch ist eines der Schlüsselkriterien bei der Bestimmung schädlicher Steuerpraktiken. Ziel der Arbeitsgruppe war es, ein Rechtsinstrument zu entwickeln, mit dem ein wirksamer Informationsaustausch herangezogen werden kann. Das internationale Steuerrecht umfasst alle Rechtsvorschriften, die Steuerfragen im Zusammenhang mit dem Ausland umfassen. Dazu gehören innerdeutsche Steuergesetze wie das Einkommensteuergesetz und das Steuergesetz sowie Doppelbesteuerungsabkommen, die Deutschland mit anderen Ländern geschlossen hat. Fast alle Steuerabkommen bieten einen spezifischen Mechanismus, um ihn zu beseitigen, aber das Risiko einer Doppelbesteuerung ist potenziell noch vorhanden. Dieser Mechanismus verlangt in der Regel, dass jedes Land einen Kredit für die Steuern des anderen Landes gewährt, um die Steuern eines Einwohners des Landes zu senken.

Im Vertrag zwischen den USA und Indien gesehen, gemäß dem DTAA, wenn Zinserträge in Indien entstehen und der Betrag einem US-Residenten gehört, dann ist dieser Betrag in den USA steuerpflichtig. Diese Zinsen können jedoch in Indien nach dem Indian Income Tax Act steuerpflichtig sein. [33] Der Vertrag kann Oder nicht Mechanismen zur Begrenzung dieses Kredits vorsehen und kann die Anwendung lokaler Rechtsmechanismen einschränken, um dasselbe zu tun. [34] Mit seinem Steuergesetz will Deutschland sowohl die Doppelbesteuerung als auch die doppelte Nichtbesteuerung von Privatpersonen und Unternehmen verhindern. Jeder muss seinen gerechten Anteil an der Steuer zahlen – an seinem Wohnort oder in dem Ort, an dem er seine Geschäftstätigkeit ausübt. Viele Länder haben mit anderen Ländern Steuerabkommen (auch Doppelbesteuerungsabkommen oder DBA genannt) geschlossen, um Doppelbesteuerung zu vermeiden oder abzumildern. Solche Verträge können eine Reihe von Steuern umfassen, einschließlich Einkommensteuern, Erbschaftssteuern, Mehrwertsteuern oder anderen Steuern. [1] Neben bilateralen Verträgen gibt es auch multilaterale Verträge. So sind beispielsweise die Länder der Europäischen Union (EU) Vertragsparteien eines multilateralen Abkommens über die Mehrwertsteuer unter der Schirmherrschaft der EU, während ein gemeinsamer Vertrag über die gegenseitige Amtshilfe des Europarats und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) allen Ländern offensteht. Steuerabkommen neigen dazu, die Steuern eines Vertragslandes für Einwohner des anderen Vertragslandes zu senken, um die Doppelbesteuerung des gleichen Einkommens zu reduzieren. Das Bundesfinanzministerium übernimmt keine Verantwortung oder Haftung für Fehler oder Auslassungen in den hier zur Verfügung gestellten Vertragstexten.

Die offiziell im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Fassungen sind immer die maßgeblichen Texte. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist eine Gruppe von 36 Ländern, die den Welthandel und den wirtschaftlichen Fortschritt fördern wollen. Das OECD-Steuerabkommen über Einkommen und Kapital ist für kapitalexportierende Länder günstiger als kapitalimportierende Länder. Die beiden betroffenen Länder werden von einem solchen Abkommen profitieren, wenn der Handels- und Investitionsfluss zwischen den beiden Ländern einigermaßen gleich ist und das Wohnsitzland alle vom Herkunftsland befreiten Einkünfte besteuert.